So finden Sie das optimale WIG Schweißgerät für 2020

WIG Schweißen

Hier erfahren Sie, wie Sie das optimale WIG Schweißgerät* für sich finden und warum das moderne WIG Schweißen im Handwerk und unter Hobbyschweißern so beliebt ist. Bevor wir auf technische Details eingehen, werfen wir zunächst einen Blick auf empfehlenswerte Geräte.


Unsere Empfehlunng für WIG Schweißgeräte 2020 (Top3)

Wir haben für Sie verschiedene Schweißgeräte miteinander verglichen und unter den folgenden Kriterien unsere Top 3 bestimmt:

  • gute Kundenbewertungen
  • gutes Käuferfeedback
  • angemessenes Preis/Leistungsverhältnis

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Weitere Informationen zu WIG Schweißanlagen:

Inhaltsverzeichnis:

  1. Top 3 WIG Schweißgeräte
  2. Was ist WIG Schweißen?
  3. Woher kommt das WIG Schweißen?
  4. So funktioniert ein WIG Schweißer
  5. Die Vorteile von WIG Schweißgeräten
  6. Die Einsatzgebiete des WIG Schweißens
  7. Mögliche Zündungsarten beim WIG Schweißen
  8. Weitere Unterschiede zwischen den WIG Schweißanlagen
  9. So viel Ampere muss Ihre WIG Schweißanlage haben
  10. Der Regelbereich von WIG Schweißern
  11. Gleichstrom (AC) oder Wechselstrom (DC) verwenden ?
  12. Bekannte Marken & Anbieter

Was genau ist WIG Schweißen?

Die Bezeichnung “WIG” steht für Wolfram-Intergas-Schweißen und gehört unter die Gruppe des Schutzgasschweißens. Das Schutzgasschweißen gehört zu der Gruppe des Lichtbogenschweißen, welche widerum der Gruppe des Schmelzschweißens zugeordnet werden kann. Das Verfahren zeichnet sich besonders durch eine saubere Verarbeitung, super Nahtqualitäten und hochwertige Schweißnähte aus. Wärend des schweißens entstehen nur wenige Gase und Spritzer, somit handelt es sich um ein relativ sauberes Schweißverfahren.


Woher kommt das WIG Schweißen?

woher kommt das WIG Schweißgerät

Das Verfahren wurde 1946 in den USA  unter dem anfänglichen Namen “Argonarc-Schweißen” erfunden. Damals wurde noch das Kohle-Lichtbogenverfahren angewendet. Das heutige WIG Schweißen ist die Weiterentwicklung davon. Unter dem Sammelbegriff “Schweißen” versteht man das dauerhafte und untrennbare zusammenführen oder Verbinden von bestimmten Werkstoffen, zumeist Metall oder Kunststoff.


So funktioniert ein WIG Schweißgerät

Beim WIG Schweißverfahren wird ein Lichtbogen zwischen dem Werkstück und der Wolframelektrode erzeugt. Wolfram wird auch als Tungsten bezeichnet, welches ein Schwermetall mit hoher Dichte ist. Auf Grund des hohen Schmelzpunktes von Wolfram, schmilzt die Elektrode beim Schweißen nicht. Der Zusatzstoff der zum verschweißen verwendet wird, wird nun einfach in Form von Drähten oder Stäben in den Lichtbogen gehalten. Dabei schmilzt das Zusatzmaterial und verbindet sich fest mit dem Werkstück. Damit der Lichtbogen bzw. die Schmnelze nicht mit der Umgebungslift reagiert, kommt ein Schutzgas hinzu. Deshalb ist das Verfahren auch unter dem Namen Schutzgasschweißen bekannt. Als Schutzgas kommt Argon oder Helium zum Einsatz.

Wesentliche Bestandteile von WIG Schweißanlagen:

  • Brennerkopf
  • Strom- und Gaszufuhr
  • Wolframelektrode
  • Schlauchpaket
  • Schweißstromleitung
  • Steuerleitung
  • Schutzgas
  • Schweißzusatz
  • Optionale Unterlage ( zum Beispiel Kupfer )

Verwendete Schutzgase:

Als Schutzgas wird beim WIG Schweißen entweder Argon, Helim oder eine Mischung aus beiden Gasen verwendet. Aus Kostengründen wird meist auf Argon gesetzt. Das Schutzgas wird aus der Flasche über eine Schlauchleitung in das Schweißgerät geleitet. Von dort aus gelangt das Gas zum Brenner. Dabei ist die Durchflussmenge von dem Gas abhängig von dem Werkstoff, der Schweißposition, der Nahtform und dem Düsendurchmesser.

  • Argon
  • Helium
  • Gasgesmisch ( Argon / Helium )

Die Vorteile von WIG Schweißen

Vorteile von WIG Schweißgerät

Das WIG Schweißen bringt zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Schweißtechniken mit sich:

  • Auch für Hobbyschweißer geeignet
  • Schweißen in Zwangspositionen möglich
  • Saubere Verarbeitung
  • Gas-, Rauch- und Spritzarm ( wenig gesundheitliche Belastung )
  • Hohe Nahtqualität
  • Keine abschmelzende Elektrode vorhanden
  • Feine Dosierung des Schweißzusatz möglich ( angepasst an Schweiß-Aufgabe und Geschwindigkeit )
  • Geringer Wärmeeintrag ( wenig Schweißverzug des Werkstoffes )
  • Qualitativ hochwertige Schweißnähte auch auf dünnen Blechen

Wo kommt das WIG Schweißgerät zum Einsatz?

Das WIG Schweißverfahren kommt in Industrie, Handwerk und bei Heimwerkern zum Einsatz. Durch die hohe Schweißqualität ergeben sich spezielle Einsatzgebiete wie zum Beispiel der Einsatz im Rohrleitungsbau, Apparatenbau, Kraftwerksbau, Fahradrahmenbau, Karosseriebau und in der chemischen Industrie. Im Allgemeinen kommen die Geräte überall dort zum Einsatz, wo saubere und hochqualitative Schweißnähte erforderlich sind. Auch für verschiedene Stahllegierungen, Aluminium, Aluminiumlegierungen, Kupfer und Kupferlegierungen ist das WIG Schweißen geeignet.


Das ist die beste Zündung für WIG Schweißgeräte

Die Zündung des WIG Schweißgerät

Ein Unterschied zwischen den Schweißgeräten besteht unter anderem in der Art wie der Lichtbogen gezündet wird. Die Zündung kann hierbei in drei Arten eingeteilt werden, in die Streichzündung, Lift-Arc-Zündung und in die Hochfrequenz-Zündung. Empfehlenswert sind WIG Schweißgeräte bei denen man zwischen der Hochfrequenz-Zündung und der Lift-Arc-Zündung wechseln kann. Wenn Ihr WIG Schweißgerät keine Wechselschaltung anbietet, dann entscheiden Sie sich am besten für die Lift-Arc-Zündung.

In der folgenden Aufzählung sehen Sie Detailinformationen zu den einzelnen Zündmethoden:

1. Streichzündung

Bei der Streichzündung wird die Elektrode über das Werkstück gestrichen und dadurch der Lichtbogen gezündet. Diese Methode gehört heute zu den eher selteneren Anwendungen.

2. Lift-Arc-Zündung

Bei der Lift-Arc-Zündung, auch Lift-TIC-Zündung genannt, wird die Elektrode leicht auf das Werkstück gedrückt, hierbei fließt ein schwacher Strom. Wird die Elektrode nun angebhoben startet die Zündung. Die Lift-Arc-Zündung kommt vor allem bein sensiblen elektonischen Steuerungen zum Einsatz.

3. Hochfrequenz-Zündung

Die Hochfrequen-Zündung oder auch Hochfrequenz-Lichtbogen-Zündung gehört zu den traditionellen Zündmethoden. Bei der Hochfrequenzzündung wird das Schutzgas ionisiert. Als Ionisation werden Vorgänge bezeichnet, bei denen aus einem Atom oder Molekühl ein oder mehrere Elektonen entfernt werden. Es bleibt ein positiv geladenes Ion zurück. Weil es bei dieser Zündung zu keinen Kontakt zwischen Wolframelektrode und Werkstück kommt, sind Verunreinigungen beim Zündvorgang ausgeschlossen. Zu dem besitzt die Wolframelektrode durch die geringere Belastung eine längere Lebensdauer.


Weitere Unterschiede bei WIG Schweißgeräten

Unter anderem werden Schweißgeräte mit unterschiedlichen Spannungen angeboten. So gibt es Geräte mit Wechsel- oder Gleichstrom. Des weiteren unterscheiden sich die Gräte in der Art der Kühlung. Hierbei unterscheidet man zwischen der Kühlung durch Schutzgas und der Wasserkühlung, welche ein zugehöriges Schlauchpaket erfordert. In den meisten Paketen sind alle notwendigen Utensilien bereits im Lieferumfang enthalten. Sollten Sie aber alle Teile einzeln kaufen, so sollten Sie stets auf zusammenpassende Komponenten achten.


Welche Leistung braucht mein WIG Schweißgerät?

Berechnung von Ampere bei WII Schweißgeräten

Beim kauf eines WIG Schweißgerät sollten Sie darauf achten, dass das Gerät ausreichend Leistung besitzt. Die Leistung wird in Ampere (A) angegeben. Je dicker das zu schweißende Material ist, desto höher muss die Amperezahl liegen. Einige günstige Geräte können daher nur dünne Bleche bearbeiten, daher ist es ratsam das Sie sich für ein leistungsstarkes Gerät entscheiden, wenn Sie dickes Material bearbeiten möchten. Oft wird die maximale Arbeitsdicke vom Hersteller angegeben, so brauchen Sie sich keine Gedanken über die geeignete Amperezahl zu machen. Sollten die Angaben aber fehlen, dann kann Ihnen die folgende Formel helfen.

Wie errechne ich die benötigte Leistung?

Zum berechnen der Ampereleistung können Sie eine einfache Formel anwenden:

Formel für Ampere

Sie rechnen einfach 30 Ampere x die gewünschte Materialdicke, das Ergebnis ist die notwendige Amperezahl die Ihr Gerät zum Bearbeiten benötigt. Ein Beispiel: Wenn Sie also ein 8mm dickes Werkstück verschweißen wollen, müssen Sie 30 x 8 rechnen, das Ergebnis lautet 240 Ampere. Wenn Ihnen die Amperezahl bereits bekannt ist, aber nicht die mögliche Materialdicke, dann können Sie diese Formel auch zurück rechnen. Ein Beispiel: 240 Ampere / 30 = 8 mm. Ein Gerät mit 240 Ampere Leistung ist daher für Materialdicken von bis zu 8 mm geeignet. Im Zweifelsfall, sollten Sie sich für ein Schweißgerät mit etwas mehr Leistung entscheiden. Je nach Material ist die Grundlage zum berechnen aber immer 30 – 40 Ampere.


Regelbereich beachten

WIG Schweißgeräte mit einem großen Regelbereich sind besonders komportabel, denn hier kann man die Schweißtemperatur individuell einstellen. So ist es möglich, das Gerät an den jeweiligen Werkstoff anzupassen. Je größer der Regelbereich ist, desto mehr Einsatzmöglichkeiten gibt es für Ihr Gerät. Wählen Sie daher ein WIG Schweißer aus, der möglichst mit einem stufenlosen Regler ausgestattet ist.

Gleichstrom oder Wechselstrom?

Neben dem Gleichstrom (DC) wird für das Schweißen von Leichtmetallen, wie zum Beispiel Aluminium, ein Gerät mit Wechselstrom (AC) benötigt. Bitte prüpfen Sie daher, ob das Gerät mit Gleich- oder Wechselstrom läuft, wenn Sie vornehmlich dünne Leichtmetalle schweißen wollen. In der Regeln sind die Geräte mit Gleichstrom ausgestattet, es gibt aber auch Geräte die zwischen AC/DC wechslen können*.


Bekannte Marken für WIG Schweißgeräte

Die Auswahl von Schweißgeräten ist nicht immer einfach. Ein Blick auf bereits etablierte Marken kann Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern. In der folgenden Liste sehen Sie ein paar bekannte Anbieter von WIG Schweißgeräten.


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So finden Sie das optimale WIG Schweißgerät für 2020
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Letzte Aktualisierung am 25.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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